Chronik

Es begann im Jahre 1817 mit der Königlich Preußischen Artillerie auf einem 400 rheinische Morgen großen Übungsplatz in der Gemarkung Wahn. ChroniktafelIn den folgenden 100 Jahren der Nutzung wurde der Schießplatz immer häufiger mit immer besseren Artillerie-Geschützen in Anspruch genommen. Hatte der Schießplatz im Jahre 1917 bereits eine Flächenausdehnung von 3.716 Hektar erreicht, so vergrößerte er sich als Truppenübungsplatz im Jahre 1941 auf 52 qkm. Als erstes festes Gebäude auf dem Schießplatz wurde 1861 eine Offizier-Speiseanstalt errichtet. Viele Änderungen hat dieses Gebäude im Laufe der etwa 150 Jahre seines Bestehens in seinem Aussehen erfahren. Auch die Uniformen wechselten; neben den Königlich Preußischen Artilleristen, der Landespolizei und der Wehrmacht bestimmten zuweilen Kanadier, Briten, Franzosen und US-Amerikaner das militärische Bild.

Seit 1957 dient das Offizierkasino den Offizieren der Bundeswehr und den berechtigten Beamten und Angestellten als Offizierheim. Während die Offiziere des Königlich Preußischen Heeres und der Wehrmacht wegen des kurzen Einsatzes am Standort Wahn kaum eine Beziehung zum Offizierkasino hatten, ändert sich dies in der heutigen Zeit. Viele Offiziere und Offizierheimberechtigte und ihre Familien haben eine enge Verbindung zum Offizierheim aufgebaut.

Der Strukturwandel der Bundeswehr findet auch in den Heimbetrieben seinen Niederschlag, so ist das Offizierheim in Köln – Wahn seit 2014 das einzige verbliebene Offizierheim im Standort Köln. Diesem Umstand wurde Rechnung getragen indem nunmehr die Mitgliedschaft auch Offizieren und Offizieranwärtern, Beamten im höheren und gehobenen Dienst und entsprechenden Arbeitnehmern aus allen Kasernen im Standort Köln offen steht.

Die Luftwaffenkaserne Köln-Wahn beherbergt noch immer eine Vielzahl von Dienststellen; dazu zählen im Wesentlichen: Kommando Lw (KdoLw) Kommando Unterstützungsverbände Lw (KdoUstgVbdeLw), Kommando Einsatzverbände Lw (KdoEinsVbdeLw), Luftfahrtamt der Bundeswehr (LufABw), Marineunterstützungskommando (MUstgKdo), Zentrum für Luft – und Raumfahrtmedizin (ZentrLuRMedLw), Amt für Heeresentwicklung (AHEntwg GrpFlgSysH), Standortältester Köln (StOÄ), Flugbereitschaft BMVg (FlBschft BMVg), Fachsanitätszentrum Köln – Wahn (FachSanZ), Militärdekanant Köln und die für den Standort verantwortlichen Dienststellen - die Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn (LwUGrp Wahn) und das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum BwDLZ Köln.